Magnesium bei Wadenkrämpfen: Wann es hilft und wann nicht
Magnesium wird häufig bei nächtlichen Wadenkrämpfen eingesetzt, bietet aber nicht immer Linderung.
Wadenkrämpfe treten vor allem nachts oder nach intensiver Belastung häufig auf und sind schmerzhaft. Häufig wird Magnesium als sanfte Alternative zu Schmerzmitteln empfohlen, da es an der Muskelfunktion beteiligt ist. Ein Mangel an Magnesium kann die Erregbarkeit der Muskeln erhöhen und so Krämpfe begünstigen. Bevor jedoch zur Nahrungsergänzung gegriffen wird, sollte die Ursache für die Beschwerden geklärt werden, denn nicht alle Wadenkrämpfe lassen sich durch eine Magnesiumzufuhr erklären.
Einsatz bei nachgewiesenem Magnesiummangel
Ist im Blut ein erniedrigter Magnesiumspiegel nachgewiesen, kann eine gezielte Supplementierung sinnvoll sein. Sportler, Schwangere und ältere Menschen haben mitunter einen höheren Bedarf beziehungsweise ein erhöhtes Risiko für einen Mangel. Eine ergänzende Einnahme kann dann helfen, Krampfanfälle zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Auch eine ausgewogene Ernährung mit Vollkorngetreide, Nüssen, Hülsenfrüchten und grünem Blattgemüse kann den Magnesiumhaushalt unterstützen.
Nicht immer liegen Wadenkrämpfe an Magnesiummangel. Durchblutungsstörungen, Fehlhaltungen, Mineralstoffungleichgewichte (z. B. Kalium, Calcium) oder neurologische Erkrankungen können Auslöser sein. In diesen Fällen wirkt Magnesium kaum oder gar nicht. Bei stark wiederkehrenden oder lang anhaltenden Krämpfen sollte deshalb eine ärztliche Abklärung erfolgen, um ernsthafte Ursachen auszuschließen.
In der Regel werden bis zu 300 mg Magnesium pro Tag empfohlen, aufgeteilt in zwei bis drei Dosen. Da Magnesiumpräparate abführend wirken können, ist eine langsame Steigerung der Dosis ratsam. Die Einnahme sollte am besten über den Tag verteilt und zu den Mahlzeiten erfolgen, um die Verträglichkeit zu verbessern. Bei Unsicherheiten berät die Apotheke individuell und empfiehlt gegebenenfalls eine Blutuntersuchung beim Hausarzt.